g’ day mate’s
Heute ist der 24.11.2009 vor genau einer Woche sind wir mit Sack und Pack von Melbourne aus aufgebrochen das Land zu erkunden. Mein Wunsch nach Tasmanien rüber zu fahren ist geplatzt, weil sämtliche Fähren ausgebucht waren über Tage. Dann muss eben eine andere Insel dran glauben, Kilian hatte mir von Kangoroo Island nur gutes erzählt, also das ins Auge gefasst und erstmal über die Westgatebridge die schöne süd-Metropole Richtung Cape Jervis verlassen. Von dort aus setzt eine Fähre nach K.I. über. Aber an einem Nachmittag war der Ort nicht zu erreichen, speziell nicht, wenn man auf der Great Ocean Road fährt. Die Straße ist eng, kurvig, geht rauf und runter, aus dem sub-tropisch artigem Wald um ein herum, schallen die skurillsten Tiergeräusche durch das Fahrercockpit. Die vielen atemberaubenden Aussichten auf die Küste, gießen Öl ins Feuer, des langsam dahin gurkens. So brauch man schon seine Zeit bis man durch diese beliebte Touristrecke hindurch gerollt ist. Bald wurde es Abend.

Am ersten Tag schafften wir es bis zu einen kleinen Ort iwas mit Port. Am folgenden Tag erreichten wir Cape Jervis und setzten mit der 18:00 Uhr Fähre rüber.

Während der Fahrt lerne ich Julie kennen, ein ganz nettes Mädchen aus Adelaide, die ihren Freund Dylan auf der Insel besuchen will.Sie hat nicht nur beruflich mit Blumen zu tun hat, ich würde sie auch als Blumenkind bezeichnen. Als wir wieder festen Boden unter den Füßen haben, waren alle soo durstig von der salzigen Luft das wir allesamt in der Kneipe am Hafen gelandet sind.

Dort gabs dann ein paar frisch gezapfte Coopers, jede Menge unterhaltsame Leute, wie Walter der gebürtiger deutscher ist, aber seitdem er drei Jahre alt ist auf der Insel lebt. Sowie Shae und Lorry und ein paar andere deren Namen ich vergessen habe. Hier kennt jeder jeden, wir tranken also bier, spielten Billard und wurden beinahe Zeuge wie das Rechtssystem hier funktioniert also das Faustrecht. Bis auf lauter großer Worte ein paar umgestoßener Stühle blieb es dann aber doch friedlich, die Atmo war aber vergiftet. Ach ja das sind Julie und Dylan,

er hat uns dann noch zu sich eingeladen, in sein provisorisches Heim, eine Garage. Irgendwie kamen alle die erst in der Kneipe waren nach und nach auch dorthin und das Gelage ging weiter, bis spät in die Nacht. Am nächsten Morgen noch eine Tasse schwarzes Gold getankt und dann haben wir uns auch mal in Bewegung gesetzt die Insel zu durchforsten. Ungegfähr 100km lang ist die Insel, es braucht aber schon ein paar Stunden eh man am anderen Ende ankommt. Eigentlich könnte man sich alleine für diese Insel 4-5 Tage Zeit nehmen aber wir haben ja auch noch den halben Kontinent im Nacken sitzen, den wir durchqueren wollen.Die zwei wirklich einmaligen Spots, die wir uns reingezogen haben, waren zum einen

die Remarkable Rocks, welche ja wirklich remarkable sind und den Admirals Arch, schwer zu beschreiben es ist eine Grottenartige Gesteinsform an der Küste und jede Menge Seelöwen hängen dort rum und lassen es sich gut gehen, spielen, chillen oder tragen Rangkämpfe aus.

Als wir genug gesehen hatten haben wir uns wieder auf den Rückwege gemacht diesmal richtung Kingscote um dort zu nächtigen. Während der Tour im dämmernden Abendrot, haben wir öfter als einmal, beinahe am eigenen Leib erfahren, wie die Natur in Form von großen ausgewachsenen Kangurus sich die Insel in der Nacht zurückerobert.

Zum Glück ging aber alles glatt wir haben keines von der Straße geflankt. Allerdings setzte mir ein kleines Rudel Gangurus nochmal einen Schrecken ein während der Rückfahrt, die kamen wie aus dem nichts, hier besser wie aus dem Busch total aufgeschreckt rausgesprungen und wollten die Straße überqueren, eines hat dabei unsere Bremsschutzblechklappedingsbumsteil hinten abgehüpft, schien aber ok zu sein danach. Yo dann haben wir geknackt und haben am nächsten Tag Adelaide auf dem Radar angepeilt.

different day same shit -> busch links und rechts aber schön ist ja auch in seiner Weise abwechslungsreich. Am Abend erreichten wir unser Ziel.
Als wir frisch waren beschlossen wir heute noch ins Zentrum zu gehen schließlich war Samstag. Der Taxifahrer warf uns in der Rundle Street oder so ähnlich raus, mit den Worten dis is däfinitif de playce do bee on a sätaday nait in Adelaide. Und er sollte Recht behalten, ich traute meinen Augen nicht als ich in der Woolshed Bar hinauf ging in den zweiten Stock. Bestimmt 20 Mädels wie aus einem Teenie High School Film ausgeschnitten und hier eingeklebt in super knappen, schrill bunten Outfits und mit denkwürdigen accessoieres wie diesen, wie heißen die Peitschen für Pferde? Jedenfalls haben die gut Kette gegeben waren zwar auch übelst hysterisch und am rumkichern bis schreien, aber spätestens als eine nach der anderen in ihren kurzen Röckchen, unter tosendem Support aller Männer im Haus, den mechanischen Bullen geritten ist war ihnen das verziehen. Die Rundle Street war lang und es gab einige Kneipen, Bars oder Clubs nenne es wie du willst ich bin noch in zwei drei andere gestürzt und habe nur Gute Eindrücke über das Adelaider Paryleben gewinnen können. Aber das Gefühl, eine tote Katze im Rachen liegen zu haben, am Morgen danach gibts hier leider auch. Als ich um die Mittagszeit wieder aus den Bullaugen meines Körpers gucken konnte machte ich mich auf in die Stadt.
Mal etwas davon sehen im hellen, ja schöne Stadt besonders tolle Parks in denen man seinen Kater von der Sonne wegmassieren lassen kann.

Jede Menge Leute am picknicken oder auch Heiraten was halt so anliegt.
Ich hätte mich gern unter die Hochzeitsgesellschaft gemischt und von dem duftenden BBQ genascht aber ich hatte meinen Anzug ausnahmsweise mal nicht an, ja ne is klar. Dann wurde es ein “Mighty Angus” bei Mc Doof, weil die
freies Internet anbieten natürlich. Erfüllte aber auch seinen Zweck. Tja dann war auch irgendwann wieder Abend, Nacht und wieder Tag. Wir sind weiter zum Ayers Rock gedüst. Dieses Kapitel unserer Touritour haben wir dann auch Souverän abgeharkt und den massiven Steinsbrocken, während des Sonnenuntergangs beobachtet. Am nächsten Tag wieder in den Nationalpark rein und bei brütender Hitze eine Wanderung durch das “Kata Tjuta” Gebirge gemacht genauer durch das Valley of Winds.

Was seinen Namen durchaus gerecht wurde, ich sah mich zwei drei mal meinem guten, Akubra auf dem steinigen Pfaden hinterher hechten, so konnte ich auch meinen Beitrag leisten zur Unterhaltung der übrigen Wanderer. Aber die Tortur hat sich definitiv gelohnt war dort ganz oben am zweiten lookout einfach ne knaller Aussicht. Danach ging es zurück zum Auto und jap weiter auf die Straße wir haben mittlerweile schon über 3000km zurückgelegt und sind gestern Abend in Alice Springs angekommen.
Heute ist der 27.11.2009 bis die Tage dann. Peace!
Kommissar Schnitzel



